Im Rahmen des Weltkrebstages hat das Statistische Bundesamt die Zahlen zur Behandlung von Krebspatienten in Deutschland veröffentlicht. Leider ist, trotz aller medizinischer Fortschritte, der Krebs immer noch eine der häufigsten Todesursachen (216.128 Personen in 2009) in Deutschland. Die gute Nachricht ist allerdings, dass im gleichen Zeitraum bundesweit 1.496.089 an Krebs erkrankte und in medizinischen Einrichtungen behandelte Patienten wieder entlassen werden konnten.

Die Mehrzahl dieser Patienten verdankt ihr Leben der ausreichenden Versorgung mit Blutpräparaten. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass die meisten Blutspenden zur Versorgung von Unfallopfern benötigt werden, wird der größte Teil tatsächlich für die Versorgung von Krebspatienten verwendet. Mit einem Anteil von rund 30% (Tendenz steigend) nimmt dieser den Spitzenplatz bei der Verwendung von Blutspenden ein, gefolgt von Herzerkrankungen und Magen- und Darmerkrankungen mit jeweils rund 20%. Die Versorgung von Unfallopfern findet sich hingegen mit rund 15% Anteil erst an vierter Stelle.

Dazu Prof. Dr. Thomas Müller, ärztlicher Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienst NSTOB: „Rund ein Drittel aller Blutpräparate wird zur Therapie von Krebspatienten eingesetzt. Bei den Krebserkrankungen wird meist mit Chemotherapie oder mit Strahlentherapie behandelt. Bei sehr vielen Patienten sind Blutübertragungen notwendig, weil das Knochenmark nicht richtig funktioniert und nicht in der Lage ist, Blut selbst herzustellen. Regelmäßige Bluttransfusionen sind deshalb oft notwendig, um eine Krebserkrankung zu überleben.“

Quelle: http://www.blutspende-nstob.de

Einen nahestehenden Menschen als Folge von Krebs zu verlieren ist ein schwerer Verlust, der Schmerzen bereitet. Trauer ist die folgerichtige Antwort auf den Verlust. Sie ist auch ein Weg, den Schmerz mit-zu-teilen, sich zu erinnern, das Endgültige zu begreifen und schließlich neuen Lebenssinn zu finden. Jeder wird mit den Erschütterungen, die Sterben und Tod auslösen, anders umgehen und sie selbst auch anders erleben. Wichtig ist, die Trauer nicht in sich einzuschließen.

In einer neuen angeleiteten Gruppe wollen wir unserer Trauer begegnen und lernen unser weiteres Leben lebendig zu gestalten.

Termine: 14-tägig, Mittwochs 18:00 bis 20:00 (siehe: Aktuelle Termine)

Ort: Cranachstr. 59, 12157 Berlin

Tel.: 030 – 8940 9040 und 030 – 8940 9042

Verzweiflung

Verzweiflung, Ängste - Ich bin ein anderer Mensch geworden

Mein Mann erkrankte im Oktober 1995 im Alter von 37 Jahren an Krebs. Unser Kind war zu diesem Zeitpunkt vier Monate alt, ich befand mich im Erziehungsurlaub. Mein Mann unterzog sich einer Operation und wurde anschließend bestrahlt. Nur knapp ein halbes Jahr später wurden Metastasen in der Leber entdeckt.

Mich überforderte der Umgang mit dieser Erkrankung, und ich entschied mich, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Juni 1996 war ich zum ersten Mal zu einem Beratungsgespräch in der Psychosozialen Beratungsstelle für Krebskranke und Angehörige e. V. Vier Jahre wurde ich durch die verschiedenen Phasen begleitet. Weiterlesen »